Seit dem Alter von 4 Jahren Schauspieler, mit der Karawane Salzburg, am Salzburger Landestheater, zehn Jahre in Deutschland  (Hamburg, Köln, Koblenz), seit 1998 am Theater in der Josefstadt, Wien, dort bisher  50 Rollen in  3000 Vorstellungen, u.a. Figaro, Jupiter, Stani, Ch. Buddenbrook. 10 Jahre in Hauptrollen bei den Festspielen Reichenau.  Kino, TV, Hörfunk, Lesungen eigener Programme. Ein Roman, ein Theaterstück. Aktueller Dreh: Hauptrolle in "Der Mediator" ( TV-Serie ORF/ARD, m.H.Krassnitzer)<...

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Aktuelles

Hörbeispiele

Michael Dangl auf ö1: Gedichte von C.W.Bauer und Ludwig Fels

17.08.2011

TV-Serie

Michael Dangl steht seit 2011 in einer Hauptrolle einer neuen ORF/ARD-Serie mit HARALD KRASSNITZER vor der Kamera: "Der Mediator" (R: Harald Sicheritz, Sabine D

20.09.2011

ORF- "Hörspiel des Jahres"

Michael Dangls "Rampenflucht" (R+Bearb. Alice Elstner) wurde 2.


07.10.2011

Michael Dangl in vier Stücken in der "Josefstadt"

In "Judy", in "Eh Wurscht", in "Traumnovelle". Ab 19. April in Eugene O'Neill's "Eines langen Tages Reise in die Nacht" (mit Helmuth Lohner, R: Torsten Fischer)(siehe unten)

 

 

 

 

 

 

Michael Dangl: Familienbande

12.04.2012 | 14:24 |  von Barbara Petsch (Die Presse - Schaufenster)

Zerrüttete Eheverhältnisse und unterdrückte Mordgelüste kennt Michael Dangl nur von Berufs wegen. 

Fünfzig Rollen in 3000 Vorstellungen hat Michael Dangl im Josefstädter Theater gespielt, vom Figaro in Beaumarchais' „Der tolle Tag“ bis zum Stani in Hofmannsthals „Der Schwierige“. Ab 19. April steht der gebürtige Salzburger in „Eines langen Tages Reise in die Nacht“ von US-Nobelpreisträger Eugene O'Neill auf der Bühne – als schwindsüchtiger Edmund inmitten einer drogensüchtigen Katastrophen-Familie rund um einen berühmten Schauspieler. Dangl selbst trat bereits mit vier Jahren erstmals auf – mit seinen Eltern, sie betreiben die Wandertheater-Truppe „Karawane Salzburg“. Dangls eigene Erfahrungen mit Familie sind vorwiegend positiv. Er ist mit einer russischen Flötistin verheiratet und hat eine zweijährige Tochter, Anfisa.
O'Neills autobiografisches Drama „Eines langen Tages Reise in die Nacht“ aus dem Jahr 1940 wird oft gespielt, obwohl es so trist ist. Warum?
Weil es ein tolles Stück ist und vier gleichwertige, richtig saftige Rollen bietet. Außerdem findet jeder in diesem Werk sehr viel, was ihn betrifft. Egal, ob er es selbst erlebt oder bei anderen beobachtet hat. Jede Familie kämpft mit Tabus, Verdrängungen.
Das Stück zeigt die Selbstzerfleischung einer Familie an einem einzigen Tag als eine Art antike Tragödie in moderner Version: Die morphiumsüchtige Mutter Mary ist gerade aus der Entziehungsanstalt heimgekehrt und fällt zurück in die Sucht. Ihr Mann James, ein berühmter Schauspieler, und der ältere Sohn, Jamie, sind Alkoholiker, der jüngere Sohn Edmund wird bald an TBC sterben. Im Grunde hat O'Neill relativ genau seine eigene Familiengeschichte niedergeschrieben.
Ja. O'Neills Vater hat am Broadway ca. 6000 Mal den Grafen von Montechristo gespielt und war das Idol der sogenannten Matinee-Girls, der Damen. Er war auch sehr viel auf Tournee. Seine Frau ist jahrzehntelang mit ihm durchs Land gereist, hat in Hotelzimmern auf ihn gewartet und dort auch die Kinder zur Welt gebracht. Eine Geburt war besonders schwer, der Hotelarzt hat ihr Morphium gegeben, dadurch ist sie süchtig geworden. Eugene O'Neill hat ihr das nie verziehen. Er hat sich in Edmund abgebildet, den ich spiele. Eine Zeitlang ist Eugene mit der Truppe seines Vaters herumgereist, dann ist er zur See gefahren. Dabei hat er sich fast kaputt gesoffen. Er hat einen Selbstmordversuch unternommen, sich Malaria und Tuberkulose eingefangen. Seine Frau, für die er eine rührende Widmung in „Eines langen Tages Reise in die Nacht“ hineingeschrieben hat, rettete ihn. Durch sie wurde sein Leben etwas heller.
Sie wirken ziemlich jugendlich und fit. Wie wollen Sie dieses Wrack Edmund spielen?
Zum Glück muss man nicht alles am eigenen Leib erlebt haben, was man spielt. Ich habe ja auch Mordgelüste, z. B. gegen Kritiker (lacht), trotzdem töte ich niemanden. Man begibt sich auf eine Höllenfahrt in diesem Stück, das drückt natürlich aufs Gemüt. Ich möchte das auch gar nicht anders, weil ich sonst das Gefühl hätte, ich kann die Figur nicht herstellen.
Sie stammen selbst auch aus einer Schauspielerfamilie. Welche Erfahrungen haben Sie?
Ich kann nur sagen: die besten. Ich bin ein Einzelkind und mit meinen Eltern viel unterwegs gewesen. Unser Theater war nicht reich, aber es gab keine Tragik und mein Vater ist auch nicht jeden Abend betrunken heimgekommen. Meine Eltern sind ein Sonderfall, ich kenne kein Ehepaar, das so ständig und unzertrennlich zusammen ist. Die beiden sind jetzt 75 und 67, sie treten noch immer zusammen auf, meist in kleineren Produktionen, Lesungen, ein Ensemble gibt es nicht mehr. 
Bietet Familie Wärme und Geborgenheit?
In jeder noch so intakten Familie gibt es Geheimnisse, Verletzungen. Die heile Welt existiert nicht, außer in Werbespots. Familie ist, ehrlich gesagt, vielleicht gar nicht so mein Ding, für mich hat das nichts Verklärtes. Für mich ist das kein heiliges Wort. Freundschaft, miteinander etwas gestalten, künstlerische Partnerschaft, das sagt mir alles viel mehr. Ich habe mich mit meinen Eltern nicht so sehr als Familie empfunden, wir waren ein Team, wir waren Kumpel. Ich war sehr viel mit Schauspielern unterwegs, immer mit Älteren beisammen. 
Kann das Theater eine Familie sein?
Nein. Vielleicht in den jeweiligen Produktionen, wo sich Gruppen bilden, die sich wochenlang auf eine Reise begeben. Aber das ist mehr so eine Mannschaft.  
Würden Sie im Rahmen einer Familienaufstellung gerne jemanden kennenlernen?
Ja! Meine beiden Großväter. Ich bin außer mit meinen Eltern praktisch ohne Familie aufgewachsen. Die Großväter sind im Sinne Thomas Bernhards die Lehrer, wir hören immer, dass wir so viel von ihnen haben, genetisch, auch sonst.
Sie haben eine witzige Abrechnung mit dem Theater geschrieben, „Rampenflucht“. Gibt es bald wieder ein Buch von Ihnen? 
Ja, und ich hoffe, dass mein neues Buch es schaffen wird, aus der Theaterecke herauszukommen, und als eigenständiger Roman betrachtet wird. Es handelt von einer Stadt, in der die Menschen ein unglückliches Leben führen – und dann gibt es da einen Park und zwei ältere Leute, die das Glück suchen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Soft-„Psycho“ mit Schnitzler

  30.09.2011 | 18:23 |  BARBARA PETSCH (Die Presse)

Igor Bauersima schreibt die „Traumnovelle“ neu: ein ambivalentes Erlebnis, teils überraschend, teils missglückt. Die Produktion ist kein großer Wurf, aber sie hat einige gute, ja ausgezeichnete Passagen.

Das Habsburgerreich war untergegangen und mit ihm halb Europa. In den „Roaring Twenties“ des 20. Jahrhunderts erlebten auch die Beziehungen einen lange vorbereiteten radikalen Umbruch in Richtung Moderne. Arthur Schnitzler war bereits ein betagter Herr, als er 1925, sechs Jahre vor seinem Tod „Die Traumnovelle“ vollendete.

Der große Verführer hatte 18 Jahre lang daran gearbeitet, unterdessen ging seine Ehe mit Olga in die Brüche. In der „Traumnovelle“ zeigt Schnitzler die typische Krise eines jungen Paares, die bis heute meist eintritt, wenn Kinder kommen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist die Romantik verflogen. Fridolin und Albertine proben das Auseinandergehen im Traum.

Igor Bauersima bearbeitete für das Josefstädter Theater die komplexe Geschichte – die im Reclam-Original ca. 100 Seiten hat – „frei“ nach Schnitzler. Das merkt man vor allem an der unterschiedlichen Wucht der Sprache. Bauersima scheut nicht die Binsenweisheit („Nur die Wirklichkeit eines Menschen bedeutet seine innerste Wahrheit“), Schnitzler schöpft ungeachtet der 19.-Jh.-Epik seines Textes aus dem Reichtum seiner Gefühlserfahrungen, die mit Freud wohl weniger zu tun haben, als gemeinhin angenommen wird. Der Dichter scheute die Hermetik (Ich, Es, Über-Ich) des Freud-Systems.

Michael Dangl, der Kantigkeit gewonnen hat, seit er seine Theater-Frustration in ein übrigens ziemlich witzig-bernhardeskes Buch gegossen hat, gibt den Bernard, der sich in verschiedene Figuren aufspaltet: den Ehemann, den Erzähler, den Pianisten.

Bauersima, studierter Architekt, hat die Uraufführung auch inszeniert. Die meisten Kritiker und wohl auch Teile des Premierenpublikums dürften mit diesem rätselvollen Produkt bald fertig gewesen sein; man spürte die Unruhe, hörte Seufzen. Bauersima ist kein Botho Strauß, kein Robert Lepage.

 

Er hat nicht die üppige Schlafwandler-Fantasie eines Paul Auster, an dessen Elegien vom Selbstverlust inmitten einer schnurrenden Zivilisation diese „Traumnovelle“ erinnert. Die Drastik eines Bret Easton Ellis („American Psycho“) wird höchstens ungeschickt angedeutet. In zwei Punkten aber ist die Aufführung attraktiv: Sie bietet eine moderne, aktuelle Version des Stoffes – und sie schärft die weiblichen Perspektiven. Die Erzählung Albertines, die bei Schnitzler von der Kreuzigung ihres Mannes träumt, während sie Gruppensex hat, erweist sich bei Bauersima als Machtfantasie: Die unterdrückte Frau nimmt Rache. Hilde Dalik als Alva hat hier am Schluss ihren größten Moment.

 

 

 Alexander Pschill ist Bernards Alter Ego, Ferenc, der Herzchirurg – welch tiefsinnige Symbolik! Ferenc ist der neue gezähmte, sensible Mann, der, trotz aller Umerziehungsversuche doch bei der erstbesten Gelegenheit ausbricht. In den psychologischen Verhältnissen ist Bauersima mit mehr Trittsicherheit unterwegs als in der Gesellschafts-, Kapitalismuskritik. Da gibt es wesentlich Besseres.

Als Bühnenbildner sorgt er für dichte Atmosphäre: Die wankenden Aufnahmen (Video: Georg Lendorff) von der großen Stadt, die Schemen der erotischen Exzesse sind sehr gelungen. Die mit eindreiviertel Stunden kurze Aufführung erfordert Konzentration – doch wenn man sich einlässt, ist der Gewinn nicht immer sicher.

Alles in allem: Die Produktion ist kein großer Wurf, aber sie hat einige gute, ja ausgezeichnete Passagen – und bietet niveauvolles Spiel zu einem Thema, das alle interessiert, speziell im Theater.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.10.2011)

Josefstadt-Theater

Diagnose: Galoppierender Liebesschwund

Ronald Pohl, 30. September 2011 17:28

Mit einer versponnenen, äußerst reizvollen Deutung von Schnitzlers "Traumnovelle" gelingt Regisseur Igor Bauersima eine Meditation über verlorene Begierden

Wien - In Arthur Schnitzlers Traumnovelle (1926) gestatten einander zwei Eheleute Blicke in die verschwiegensten Winkel ihrer Seelen. Das Urteil des Diagnostikers Schnitzler ist unbestechlich: In beiden schlummert auf gleiche Weise das Vermögen zur Untreue. Der junge Arzt Fridolin - im Wiener Josefstadt-Theater heißt er "Ferenc" - macht gewissermaßen die Probe aufs Exempel: Er lässt sich wie ein abgefallenes Blatt durch die nächtliche Wiener Innenstadt treiben. 

Er heftet seine seltsam unbestimmten Begehrlichkeiten an diverse Zufallsbekanntschaften. Er gerät auf ein Fest von maskierten Wüstlingen, und eine verführerische Nackte, deren Gesicht verlarvt ist, hilft ihm bei der Flucht. Ist nun Fridolin seiner Albertine der Absicht nach untreu geworden, obwohl ihn doch die Ungunst der Umstände am Ehebruch hinderte? Oder reicht das Geständnis für die Entsühnung einer gar nicht begangenen Tat? 

Regisseur Igor Bauersima, der Urheber einer beinahe kindlich verspielten Josefstädter Traumnovellen-Deutung, bricht aus dem von Schnitzler verordneten Ehekäfig entschlossen aus. In der Vergangenheit bestand Bauersimas Analysebesteck aus einer einzigen Waffe: dem Beamer. Mit diesem warf er ohne Unterlass bewegte Schatten auf Kulissen aus Pappe. 

Doch dieses Mal ist ein Ruck durch den aus Prag stammenden Szenografen gegangen: Menschen aus Fleisch und Blut bevölkern die Bühne. Bauersima gebraucht die Traumnovelle wie einen Partikelautomaten. Kaum ist eine Cellistin im Negligé (Meaghan Burke) katzengleich auf die finstere Fläche geschlichen, stapft ihr ein verkaterter Traummusiker (Michael Dangl) noch bettwarm hinterher. Er, der Pianist Bernard, erzählt nun den Traum des Arztes Ferenc (Alexander Pschill), der sich im Lärm der Straßen wahlweise die Ohren oder ein Auge zuhält. Die Warnung könnte nicht deutlicher ausfallen: Wehe dem, der Doppelgänger sieht! So ist Bauersimas Botschaft deutlich unversöhnlicher, als es Schnitzler sich jemals hätte träumen lassen: Der goldene Ehekäfig besteht nicht zwangsläufig in der Unauslebbarkeit der Triebe, sondern im Selbsterziehungsprogramm der Partner. 

Die adrette Ehefrau (Hilde Dalik) lässt sich zwar auf der Redoute von einem Hundemaskenträger anflirten. Im Grunde aber wissen die Eheleute viel zu gut übereinander Bescheid, als dass sie einander überraschen könnten. Ihre demonstrative Ehrlichkeit zwischen Zahnhygiene und Gesundheitsschlaf verrät die Kühltemperatur einer desillusionierten Welt. 

Ferenc läuft daher auch nie Gefahr, sich zu verlieren: Dazu ist er einfach zu durchschnittlich. Seine blonde Gemahlin würde allein deshalb niemals fremdgehen, weil es sich, mit Blick auf viele Annehmlichkeiten, nicht lohnen würde. Bauersima flickt Texte über den Tod ein: nonchalante Witze über das Nichts. Bauersima hat Schnitzlers Text tatsächlich "heutig" gemacht, und sein Befund ist wenig erheiternd. Die Diagnose lautet: rapider Liebes- und Begehrensschwund. Das Publikum wusste den Reiz der aparten Darlegung nicht recht zu schätzen. (Ronald Pohl, DER STANDARD - Printausgabe, 1./2. Oktober 2011)

 

     

"FANTASTISCHER TSCHECHOW-ZOO: EIN FEST FÜR HARTGESOTTENE" (Der Standard)

Anton Tschechow, "Drei Schwestern"

Premiere 2. März 2011, Theater in der Josefstadt

Regie
  Torsten Fischer
  Bühnenbild und Kostüme
  Herbert Schäfer,
  Vasilis Triantafillopoulos
 
  Andrej Sergejewitsch Prosorow
  Michael Dangl
  Natalja Iwanowna, seine Braut, später seine Frau
  Anna Franziska Srna
  Olga, seine Schwester
  Sona MacDonald
  Mascha, seine Schwester
  Sandra Cervik
  Irina, seine Schwester
  Silvia Meisterle
  Fjodor Iljitsch Kulygin, Lehrer am Gymnasium, Maschas Mann
  Toni Slama
  Alexander Ignatjewitsch Werschinin, Oberstleutnant, Batteriechef
  Tonio Arango
  Nikolaj Lwowitsch Tusenbach, Baron, Leutnant
  Rasmus Borkowski
  Wassilij Wassiljewitsch Soljonyj, Stabskapitän
  Martin Hemmer
  Iwan Romanowitsch Tschebutykin, Militärarzt
  Peter Moucka
  Alexej Petrowitsch Fedotik, Unterleutnant
  Simon Dietersdorfer
  Ferapont, Wächter und Diener der Semstwoverwaltung
  Gideon Singer
  Anfissa, Kinderfrau
  Maria Urban

Olga, Mascha und Irina, die drei Schwestern Prosorow leben mit ihrem Bruder Andrej in einer Garnisonsstadt in der russischen Provinz. Sie sehnen sich zurück nach ihrer Heimat Moskau. Ihr Vater, ehemals in diese Einöde versetzt, ist jetzt seit einem Jahr verstorben. Der Aufenthalt am gefühlten Ende der Welt hat somit seinen Sinn verloren. Die Erinnerung an die Zeit in Moskau überflutet das tägliche Leben und bündelt sich in den Schrei: "Nach Moskau!"


  Pressestimmen:
  Gestrafft und den Staub weggeblasen. Dass dieses bittere Scheitern aller Hoffnungen (...) glaubhaft wirkt, liegt vor allem an einem ausgezeichneten Damenquartett. Sona MacDonald als frühzeitig verdorrende Olga, Sandra Cervik als Mascha, deren brodelnde Leidenschaften von ihrem ältlichen Gatten höchst ungenügend befriedigt werden, Silvia Meisterle als umschwärmte, doch gefühlskalte Irina, sowie Anna Franziska Srna als energische Schwägerin der Schwestern, die wie ein Panzer durch diese willensschwache Gesellschaft walzt und die zunächst erlittenen Erniedrigungen schon bald unbarmherzig heimzahlt - diese Vier tragen die Aufführung.
(APA)
  Fürs Theater in der Josefstadt hat Regisseur Torsten Fischer nun eine schlanke Fassung erarbeitet. Fischer macht das wunderbar unsentimental (...); er betont das Schwarzhumorige an Tschechows Tragikomödie. Das großartig agierende Ensemble (u.a. Michael Dangl, Toni Slama, Tonio Arango) wird angeführt von Sandra Cervik, die ihre Mascha zwischen verzweifelt, sarkastisch und aggressiv anlegt. 
Schlicht genial ist die Bühne von Herbert Schäfer und Vasilis Triantafillopoulos. Sie lassen den "Drei Schwestern" am Schluss im Wortsinn die Decke auf den Kopf fallen.
(Kurier)
  Famose Inszenierung: Selten hat man Tschechow derart zupackend erlebt - und so traurig erotisch ausgedeutet. Ein fantastischer Tschechow-Zoo: ein Fest für Hartgesottene.
(Standard)
  Wahnsinnig - komisch. (...) Großartig agierendes Ensemble, angeführt von Sandra Cervik, die ihre Mascha zwischen gehetzt, sarkastisch und aggressiv anlegt.
(Kurier)
  Ein durchaus beeindruckender Tschechow-Abend.
(Wiener Zeitung)

 
 
 
 
 

"GROSSES SCHAUSPIELERTHEATER" (Kurier)

Terry Wale
 "Judy - Somewhere Over The Rainbow"
 
 
 Premiere: 17. März 2011, Kammerspiele
 
   
 

    

  

 
Ein musikalischer Abend mit Ruth Brauer-Kvam und Michael Dangl. 

Regie
  Michael Gampe
  Bühnenbild
  Armella Müller
  Kostüme
  Luise Gypser
 
  Judy Garland
  Ruth Brauer-Kvam
  Pianist, L. B. Mayer, Arthur Freed, Mickey Rooney, David Rose, Joe Mankiewicz, Vincent Minnelli, Sid Luft, Hotelboy
  Michael Dangl
 
 
Judy Garland hat als 17jährige die Welt in Entzücken versetzt: als Dorothy in "Der Zauberer von Oz". Sie wurde eine der größten Entertainerinnen, eine Sängerin, deren emotionale Verletzlichkeit die Zuschauer in den Bann zog. Die Hollywood-Maschinerie machte einen Star aus ihr - den Preis hatte sie zu bezahlen: sie gehörte dem Studio, stand ständig unter Aufsicht, bekam als Teenager bereits Diätpillen ebenso bedenkenlos wie Schlaf- und Aufputschpillen. Qualvolle 30 Jahre später, nach 5 gescheiterten Ehen, zu vielen Drinks und Medikamenten, war Judy Garland, die das Publikum mit ihrer herzzereißenden Stimme zu verzaubern vermochte, eine ausgebrannte Schnulzensängerin, deren Darbietungen beschämend wirkten. 
 
Was wird aus einem Kind, das von klein auf zum Star gedrillt wird? Ein Erwachsener, der ohne Applaus nicht leben kann. 
Sie hatte die größte Stimme ihrer Zeit, aber für sich selber hatte sie keine! 
 
Bing Crosby hat über Judy Garland gesagt: "Es gab nichts, was das Mädel nicht konnte-außer auf sich selber aufpassen."  
 
Big Band Arrangements: Roman Gottwald 
Big Band Playbacks: Salonorchester Alhambra 
  Pressestimmen:
  So beängstigend gut, so intensiv, so facettenreich spielt Brauer-Kvam die von Hollywood letztlich zerstörte Ikone, dass man zum Mitleben, Mitleiden, Mitfiebern, aber nicht zum Mitsingen, förmlich gezwungen ist. Großes Schauspieler-Theater (....). Am Klavier, da sitzt der exzellente Michael Dangl, der die nicht einfache Aufgabe hat, alle Männer im Leben der Garland zu spielen. Dangl macht das hinreißend und mit einer fabelhaften Selbstverständlichkeit.  Dass er zudem ein sehr guter Pianist ist, hört man immer wieder. Die Kombination Brauer-Kvam, Dangl und Garland sollte den Kammerspielen einen Hit bescheren. Jubel.
(Kurier)
  Ruth Brauer-Kvam spielt die Szenen dieses besessenen und doch so zerbrechlichen Geschöpfs Judy voll Sicherheit und Einfühlung. Souverän, mit viel Gefühl und Witz singt sie ihre Nummern.
(Kronenzeitung)
  Ruth Brauer-Kvam hat nicht nur Wales Text überarbeitet, stimm- und ausdrucksstark zeigt sie auch auf der Bühne, wie sehr ihr diese Rolle gehört. Als zweijähriges Küken schrumpft sie vor den Füßen ihres Produzenten zu einer unglaublichen Possierlichkeit zusammen, um später, ganz Diva, vier Ehen scheitern zu lassen und schließlich verzweifelt in einem Londoner Hotelzimmer zu enden
(Standard)
  Ruth Brauer-Kvam verwandelt sich in die Garland und überzeugt in den Wiener Kammerspielen. Ein Flügel mit Stockerl, ein Sessel, ein Radio – mehr braucht es nicht.
(Presse)
  Ovationen für die schlichtweg großartige Ruth Brauer-Kvam und Michael Dangl.
(Wiener Zeitung)

 

Bericht über Michael Dangl in DRAMA, dem aktuellen Magazin des Theaters in der Josefstadt:

http://www.josefstadt.org/Josefstadt_Gallery/ServiceSeiten/Drama_8.pdf

 

WEITER LAUFEN DIE ERFOLGSPRODUKTIONEN "EH WURSCHT" UND "EINMAL NOCH" (MIT MICHAEL DANGL UND OTTO SCHENK)

Es ist seltsam, wenn an einem Abend wie diesem, ein Darsteller mehr Applaus bekommt als der Protagonist: Michael Dangl ist in der Tat ausgezeichnet. Er holt das Äußerste an Seele aus seiner reichlich schematischen Rolle als vernachlässigter Sohn der Diva, Christopher, heraus, der gern selbst Dirigent wäre, immerhin aber ausgezeichnet Klavier spielt. - Barbara Petsch, DIE PRESSE

Karl Meier, ehemaliger Stardirigent, hat der Bühne schon seit Jahren den Rücken zugekehrt. Mit einem Paukenschlag hatte er das Podium verlassen, weil die Leistung des Orchesters seinen Ansprüchen nicht gerecht werden konnte. Nun lebt er auf der Straße und ist obendrein auch dem Alkohol verfallen. Als eine berühmte Sängerin stirbt, die unter seiner Leitung traumhafte Aufführungen gesungen hatte, beginnt die fieberhafte Suche nach dem verschollenen Genie Meier, der das Abschiedskonzert bei ihrer Trauerfeier dirigieren soll. 
 
Interview mit Otto Schenk von Michael Dangl zum Anhören: 
 > Link

Pressestimmen: Otto Schenk läuft zur Hochform auf, wenn er – von Dangl am Flügel unterstützt – zahlreiche Werke der Musikgeschichte „dirigiert“ und sarkastische Kommentare zur Interpretation einzelner (fiktiver) Musiker abgibt.(APA). 

Da parodiert er Musiker und Sänger, kurzum den ganzen Musikbetrieb mit einer Verve, dass kein Auge trocken bleibt.(Falter)

 Schenk (...) entzückt wohl nicht nur seine Freunde und Fans. Als Alkoholiker wirkt er naturgemäß etwas unglaubwürdig, als Verzweifelter begeistert er umso mehr – und vollends als Dirigent. Das Bild wie Karl Mayer, der frühere Sandler, sich noch einmal entschließt, für die verehrte und 17 Jahre lang vergeblich geliebte Diva das Pult zu erklimmen, wird man niemals vergessen: die rundliche, vertraute Gestalt, die sich halb im Schatten, halb im Licht, langsam im Kreise dreht – Wunder des Theaters. Es gibt auch sonst immer wieder berückend magische Momente an diesem Abend. 

Michael Dangl ist in der Tat ausgezeichnet. Er holt das Äußerste an Seele aus seiner (...) Rolle als vernachlässigter Sohn der Diva, Christopher, heraus (...).(Presse) Mit leisem Lächeln lauscht er nur für ihn hörbaren Sphärenklängen, unternimmt nach der Nachricht von Annas Tod, die für ihn – vor allem als Isolde – die Inkarnation der Musik schlechthin bedeutet, einen skurrilen Selbstmordversuch und lässt sich widerstrebend zu seinem letzten Auftritt überreden. Beeindruckend die Momente vor dem Hinaustreten vors Orchester, wenn er – ein Schnapsglas in der Hand – von der (ihm seit jeher bekannten) Angst vor dem Versagen übermannt wird, sich schließlich aber aus künstlerischer Verantwortung den tröstlichen Schluck versagt.(Wiener Zeitung)

 Vor allem ist „Einmal noch“ eine sehr liebenswerte Hommage an Otto Schenk und dessen große Liebe, die Oper. Und natürlich bekommt Schenk auch Gelegenheit zum Parodieren und Blödeln. Michael Dangl beeindruckt in der Rolle des Komponisten durch tolles Klavierspiel, Therese Lohner und Eva Mayer steuern sehr schöne sprachliche Töne bei. Schenk selbst spielt sparsam, und das tut ihm gut, er gewinnt an Klarheit und Aufrichtigkeit. Eine starke Darstellung. (...) Der Schauspieler, Regisseur und Dramatiker Klaus Pohl schrieb Schenk zum Geburtstag ein entzückendes Stück auf den Leib. (...). Dieses Stück ist eine sehr gescheit und bühnengerecht geschriebene, sehr dezent an Thomas Bernhard erinnernde Hommage an die Musik – und an Otto Schenk. Der Text ist Schenk so geschickt in den Mund gedichtet, dass dessen oft klischeehaft kritisierte Sprache – die Verzögerungen, die Pausen, die synkopoerten Vokale – hier die einzig richtige Möglichkeit der Interpretation darstellt. Otto Schenk läuft wie bestellt zur Höchstform auf, großartig, auch am Klavier, unterstützt von Michael Dangl.(Kurier)